ARMIN HARTENSTEIN

EISENHÜTTENSTADTRAUM




In einem leerstehenden Laden auf der Straße der Republik entsteht zwischen zwei Bildwänden, die nach aussen weisen, ein Innenraum. Der Betrachter sieht auf die Rück- oder Innenseite von zwei Bildwänden. Sie sind aus einem durchscheinenden Material (ZUCAN :UV-Epoxydharz, Glasseide, Kunstharzdispersion, Glasfüllstoffen und Zucker).

Die von der Straße zu sehende Bildwand zeigt das Bild _FRA 2020_ 205x265x5cm, Mischtechnik auf ZUCAN/Plexiglaskonstruktion/transluzente Malerei. Das Motiv bezieht sich direkt auf die Installation auf dem Stiftsplatz Neuzelle und auf ein Gemälde des Frührenaissancemalers Fra Angelico.Die andere Bildwand, dem Innenraum zugewandt, trägt ein auf dem gleichen Material gemaltes

Schriftbild. Die Lettern weisen nach außen- die Schrift ist zwar deutlich erkennbar aber nur von hinten zu sehen und zu lesen:

UND DER ZUKUNFT ZUGEWANDT.


In einem zweiten Raum, den Armin Hartenstein in der ehemaligen Wochenkrippe als temporäres Atelier bezieht, geht er dort einem wahrgenommenen Spielraum nach: der Stadt selbst als besonderen imaginativem Raum. Die Bildvorstellungen werden als Zeichnungen und Modelle zu sehen sein.

Gerade in der besonderen Verfasstheit von Eisenhüttenstadt, und in der Ferne der Stadt  von Kunstbetrieb und Kunstmarkt, scheint das Entwickeln von Modellformen künstlerischer Arbeitsweisen frei und sinnvoll möglich. Der Kunstbetrieb läuft hier gleichsam „leer" - die Frage nach gesellschaftlicher Realität, Sinn, Authentizität und Ausrichtung von Kunst stellt sich in Eisenhüttenstadt (und Neuzelle) ganz anders.


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