NIKLAS NITSCHKE

Niklas Nitschke ist seit seinem Umzug von München in die Grenzregion an der Oder-Neiße-Mündung 2003 immer wieder mit Projekten auf diese in ihrer Leere und gleichzeitigen Fülle herausfordernde Region eingegangen und hat mittlerweile seinen künstlerischen Schwerpunkt hier fest verankert. Nach einer langen Kooperation mit dem russischen Künstler Vadim Zakharov, einem Vertreter des sogenannten 'Romantischen Konzeptualismus', gründet er zusammen mit anderen BürgerInnen der Region den Kunstverein im Kloster Neuzelle.

Erstes Projekt des Vereins ist die Installation 'UTOPIE PASSION' auf dem Stiftsplatz des Kloster Neuzelle - Ergänzung und Anschlussprojekt ist EISENHHÜTTENSTADT - ZWISCHEN MODELL UND MUSEUM.

Innerhalb des von ihm ebenfalls kuratorisch betreuten Projekts errichtet Niklas Nitschke eine Werkstatt, ein temporäres Atelier, mit dem Ziel, in einem künstlerischen Prozess Konzeption, Zielsetzung und Werdegang der Stadt Eisenhüttenstadt bildnerisch zu übersetzen - im Dialog mit der Stadt, ihren Bildern, ihren Bürgern.

In einem Laden auf der Straße der Republik entsteht im Zusammenspiel mit Armin Hartenstein ein Atelier, in dem Niklas Nitschke malt - malt als Zuwendung, an die Bilder, die die DDR-Propaganda von der Stadt gemacht hat, an die privaten Fotos aus der persönlich erlebten Geschichte in der Stadt.  Um eine erinnerte, dabei unzugängliche scheinende Welt mit zu verkörpern, die mit der Wende  verschwunden ist.

Dieses Malen als Praxis dient als Hintergrund für ein fortlaufendes Gespräch mit BürgerInnen der Stadt - zu dem, was in Geschichte und Idee der Stadt heute noch wichtig ist - und dem man ein neues Bild geben könnte und sollte.


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